Mittwoch, 22. März 2017

Füllig, kurvig, lecker – Barcelona!

BARCELONA – Wir haben es schon wieder getan! 2 Tage, 3 Nächte in dieser katalonischen Stadt mit ganz vielen Eigenheiten. War Gaudi nicht schon ein Querdenker? Die ganze Stadt scheint irgendwie anders, vielleicht etwas quer zu ticken. Sie tickt auf jeden Fall auf eine Art, die mich inspiriert, die mich nährt – geistig, seelisch und .... Himmel nochmal! ... auch sehr körperlich. Ich habe zu viel gegessen, eindeutig.

BARCELONA, du bist so reich an so vielem. Deshalb widme ich dir diese Zeilen der Fülle.

BARCELONA, beginnen wir von vorne, du liebe Stadt der Tapas. Deine Tapas-Baren sind legendär, wir geniessen sie quer durch. Mehrfach. Bis die Bauchdecken schmerzen. So lecker sind die Häppchen. Wohin bloss soll ich schauen?! Überall sind die Theken und Baren. Und die Tapas lächeln mich im Dauermodus verführerisch an. *lecker*

BARCELONA, deine Architektur hat es mir angetan. Stundenlang kann ich auf dem Oberdeck des Touristenbusses sitzen und durch deine Strassen gondeln. Mein Blick wandert deine kunstvollen Fassaden rauf und runter, bleibt hängen an einem fantastisch gaudisch-geschwungenen Fenstersims oder einem verträumten, dicht bewachsenen Balkon aus Schmiedeeisen. Deine Türen voller bunter Graffiti mag ich auch. Rebellisch, kreativ, feurig wirkst du auf mich. Und der Träumer steckt überall ganz tief drin. *inspirierend*

BARCELONA, bei jedem Besuch – es war mein 3. – signalisierst du mir deinen Reichtum an Museen. So vieles stellst du aus! Unter freiem Himmel wie auch in deinen geschichtsträchtigen Mauern. Sogar ein Haschisch-Museum hast du. Vom ewigen Bauwerk Sagrada Familia ganz zu schweigen. Ich war immer noch nicht drin. Nur von aussen, ach, da haben mich die Kurven, Formen und Gebilde bereits schwach gemacht. Verrückt, diese Schönheit. *staunen*

BARCELONA, dass bei dir auch nicht alles Gold ist, was so schön glänzt, ist mir bewusst. Klarer wird es dank den Obdachlosen, die in den kühlen Märznächten Schutz suchen in den Balustraden – in abgenutzte, schmutzige Schlafsäcke gerollt, ein paar Schritte neben dem Nobelrestaurant. Warum sind sie mir zuvor nie aufgefallen? Seit wann ist auch der typische Gestank wieder in die Toiletten am Flughafen eingezogen? War dieses leidige WC-Duftthema nicht bereits vor ein paar Jahren erledigt? Woher dieser schauerliche Rückfall? Liebes Spanien, wenn mich nicht alles täuscht, erschienst du mir auch schon aufgeräumter, reiner und feiner duftend. *übel*

BARCELONA, du hast Schattenseiten und zeigst mir die nun auch. Doch die Sonne lacht von deinem Himmel und ich bewundere immer wieder neu deine Schönheit, dein frühlingshaftes Wesen mit der südländischen Gelassenheit. *sonnig*

BARCELONA, 1,6 Millionen Einwohner zählst du, mit der Agglomeration sind es über 3 Millionen. Du hast langsam genug von der Touristenschwemme, so klingt es von deinen Einwohnern. Sie mögen die vollgestopften Strassen, die steigenden Immobilienpreise und die touristischen Billig- und Markenläden einfach nicht mehr, dein Touristentenor ist ihnen zu laut. Zu sehr wirst du von den Wünschen der 32 Millionen Touristen pro Jahr diktiert, wie ich höre. Ich kann dich verstehen. Die Touris aber auch, ich bin ja selbst eine und sage dir: Ich will ganz unbedingt und so dringend wieder hierherkommen dürfen! Dennoch, deine Bürgermeisterin Ada Colau zieht die Touristenbremse, wie ich lese. Nicht unproblematisch, dieses Thema, und die Reaktionen darauf sind emotional ... Liebes Barcelona, drehst du dir da einen Geldhahn zu, den du eigentlich sehr gut brauchen kannst? *nachdenklich*

BARCELONA, ein Halb-Deutscher, der genauso viel Spanisches Blut in sich trägt, schrieb ein Buch über dich. Kennst du es vielleicht? Bestimmt. «Ein Tag in Barcelona», von Schauspieler Daniel Brühl. Er wurde auf deiner Erde geboren, damals im Jahr 1978, 25 Jahre bevor er dank des Films «Good Bye, Lenin!» berühmt wurde. Die Mischung dieses Buches mag ich. Sie zeigt dich als Stadt sonnig und schattig zugleich, spanisch-knorrig, spanisch-gelassen, spanisch-charmant! Brühl trifft auch den Ton zwischendrin, den zwischen den Zeilen, jenen, der schwärmt und dennoch genau hinschaut und erkennt. Einen Tag wandert er durch die Stadt und erzählt durchaus auch aus dem Nähkästchen, wie es vermutlich nur ein Halbspanier darf und kann. *spannend-witzig*

BARCELONA, hey, du wunderschöne Stadt! Ich hoffe, du bist so richtig, so total-mega stolz auf dich, deine Fülle und Querdenker. Du hast viele kleinere und grösser Wunder hervorgebracht, einen Gaudi oder Carlos Ruiz Zafon. Ja, eine ganze Menge wunderbarer Tapas auch, und die wandern in Fülle jeden Tag über die zahlreichen Theken. Ich möchte wiederkommen, bitte. Sei nicht allzu streng zu den Touristen ... auch wir bringen Gutes in die Stadt. *wunderbar*


BARCELONA, übrigens, noch ein Hoteltipp: Zwischen Barceloneta und Ramblas, nah am Port Vell, dem alten Hafen, in alte Mauern bauten sie ganz neu ein H10 (Link zum Hotel). Was für eine Lage, was für ein toller Style, was für zuvorkommende, nette Leute! Und das Frühstück, hey, ihr lieben Reisenden, das alleine schon ...
Ich sage euch: 

BARCELONA!

Meinen Blogpost anschauen & auf Schwiizerdütsch hören:






Sagrada Familia in Barcelona - Gaudis "ewiges" Bauwerk



Montag, 13. März 2017

Herzklopfen: Mein Puls verrät alles ...

Herzklopfen zum Frühlingsanfang! Vielleicht. Für einen Moment jedoch schlägt mein Herz für etwas anderes, für meine Gesundheit. Ist Gesundheit ganzheitlich messbar? Körperlich wie auch energetisch? Ich dachte: «nöö». 
Richtig ist aber: «mol».

Kritisch war ich, als Carlos mir erstmals von diesem Ding erzählte, welches ein solches Wunder vollbringen sollte. Schon sooooo viel habe ich gesehen, gelesen und gehört. Gewisse Stichworte lassen mich mittlerweile aufhorchen, beispielsweise «ganzheitlich» und «energetisch». Zu viel wird erzählt, so manche sind von Wunder begeistert ... und davon ist vieles schlicht nur wunderbar für das Portemonnaie des Anbieters. Ich bin vorsichtig, ich bin kritisch.

«Hören Sie auf Ihr Herz,
was es Ihnen sagen möchte.
Wir messen Ihre Herzfrequenz und 
erkennen Ihre biologische 
Leistungsfähigkeit, den Stresslevel
und Regulation Ihrer Organe sowie
den persönlichen Energieverbrauch
und Ihre Schlafqualität.
So gehen Sie mit dem richtigen Puls
durchs Leben.»
(Terravita)

Die Werbung von Terravita klingt gut. Ich will auf mein Herz hören und werde immer neugieriger, was es mir wohl dieses Mal sagen möchte. Carlos installierte also eines Abends seinen Laptop und das Pulsmessgerät vor mir, zwei Klemmen an meine Handgelenke. Sieht aus wie Folter, tut aber gar nicht weh. Kitzelt nicht einmal. *Ich*Schwöre*
«Und jetzt entspanne, ruhig schnuufe ... es gaht los.»

Was würden die nächsten 300 Pulsschläge wohl über mich verraten?
Den Burnout vor bald 10 Jahren?
Das mühsame Aufstehen danach?
Meinen Raubbau am Körper?
Den Blinddarmdurchbruch und die Vergiftung?
18 Jahre intensives Rauchen?
Narben, nicht nur die körperlichen?
Ja, schon klar, all das ist eine Weile her und ich fühle mich heute viel fitter als noch vor ein paar Jahren ... Unsere Zellen erneuern sich alle 7 Jahre vollständig, habe ich gelesen. Vielleicht bin ich jetzt nagelneu?! *Blink*

300 Pulsschläge – wie schnell sind sie vorbei und Carlos befreit mich von den Pulsklemmen. Mit grossen Augen schaut er mich an. «So etwas sehe ich selten», staunt er. Mir wird bange …
Aber, *aufschnauf*, meine Werte sind top. Durchweg. Und ganzheitlich. Von den körperlichen Energiereserven bis zum energetischen Gleichgewicht, den Hirnströmen und dem Biorhythmus. Alles echt gut, sogar mein Schlaf. Meine Chakren sind in totaler Harmonie und kräftig, *oooohmmm*, und die Meridiane (Energiebahnen am Körper) gleichen fast Autobahnen. *lach*

Ich kann gut lachen, ja, ich fühle mich wohl. Die ultimative Bestätigung fiel mir mit dieser Messung in den Schoss. Geahnt, gelesen, gehört hatte ich es schon: Meditation wirkt ganzheitlich positiv auf all meine Systeme. So hatte ich friedlich meditiert, als Carlos meinen Puls aufzeichnete. Die Ergebnisse sind auch echt friedlich, wie ich finde. Und sie sind kein Blabla, denn Carlos hat meinen Puls einige Wochen später erneut gemessen und ich wurde Zeugin, wie weitere Menschen Pulsdiagnosen erhielten, die anders aussahen. 

Hätte ich doch diese Messmethode vor 10 Jahren schon erlebt. Sie ist – vor allem dann, wenn etwas (oder alles) ausser Balance ist – Gold wert. Die verschiedenen Analysen zeigen Schwach- oder Baustellen. Ebenso sind sie Mahnfinger (
«Schau da, hier solltest Du mehr achtgeben, etwas tun ...») oder Motivation («Cool, ich bin auf dem richtigen Weg, weiter so!»). Dank einem solchen Wissen ist Verbesserung oder beschleunigte Heilung möglich. Sportler werden leistungsstärker, Ausgebrannte finden Ansatzpunkte für neue Energie und Schmerzleidende für Linderung. 

Wäre ich Therapeutin im Gesundheitsbereich, würde ich mir ein solches Gerät kaufen und meine Kundschaft damit ausmessen. Ja hei, die Pulsdiagnose optimiert die Therapiewahl doch ganz erheblich. Mit sporadischen Neumessungen lassen sich auch Therapiewirkung und -erfolg sichtbar machen. Pülverchen da, Pille dort? Die Pulsdiagnose bringt die Wirksamkeit schonungslos aufs Papier. Nix da, mit monatelangem Zeit verplempern und endlosem «Dökterlen» ohne Erfolgskontrolle.

Das Ganze nennt sich übrigens Diagnose- und Regulationssystem Nilas MV und ist wissenschaftlich fundiert. Was mich fasziniert: Diese Messung und die Analysen verbinden altes, alternatives, traditionelles Wissen mit neuster Wissenschaft und Technik. Ein Fragebogen analysiert im Zusammenspiel mit der Pulsdiagnose meine Doshi, die ayurvedischen Elemente Vata, Pitta und Kapha in meinem Körper – und liefert mir diesbezüglich gleich noch Ernährungstipps. Ist doch super, wie heute alles miteinander verbunden wird und was alles möglich ist.

Theoretisch gehört ein solches Herzwunderding in jede Praxis. Und in jedes Fitnesscenter. Die Grossbank wäre dafür auch kein schlechter Standort. Im Grunde sollte doch überall dort Pulsdiagnose möglich sein, wo ungesunder Stress auftauchen und schädigen könnte oder besondere Leistungen gefordert werden. So weit verbreitet ist es aber (noch) nicht. Zum Glück habe ich Carlos, der bringt die Pulsdiagnose überallhin. Er arbeitet übrigens mit einem Naturarzt und einer Psychologien zusammen, ein ganzheitliches Team.

Mehr Infos, das Gerät und Termine gibt es hier: www.pulsdiagnose.com oder per Mail an Carlos, sales@pulsdiagnose.com. Bleibt gesund und lest noch lange meinen Blog. Ihr wisst ja: Auf des Herz hören und immer mal wieder: *Ohmmm ...*




Pulsdiagnose: absolut schmerzfrei und sehr aufschlussreich!



Zentrum für HRV-Pulsdiagnose: www.pulsdiagnose.com




Donnerstag, 9. März 2017

Brenn, brenn! Heute ist Feuertag ...

Wer hat das auch ab und zu? Feuertag?
Innerlich brodelt es, äusserlich friert's. 

Die Tropfen fallen heute. Dauernd. Ich sehe sie kaum noch.
Der perfekte Tag, im Schwedenofen ein Feuer anzuzünden.

Das blöde Holz will nicht brennen, dafür habe ich mir den Finger verbrannt.
Es brennt auf meiner Haut.

Alles andere will nicht recht. 
Sperrig.
Sogar die schriftliche Kommunikation.
Leerläufe.
Weg damit, ins Feuer werfen.
Wie gerne, würde ich das Sperrige brennen sehen.


Meine Homepage verliert das Design im mobilen Modus. Aber hallo? Warum so plötzlich? Alles neu basteln ... wäre die Webseite nicht so unhandlich, wäre sie heute im Feuer gelandet.

Neue Projekte sind am Start, ich brenne für sie, bin feurig dabei.
Aber, hmmm, wie packe ich diese neuen Vorhaben am besten an?
Sie sind noch etwas fremd, zappeln, ihre Ecken und Kanten kenne ich noch nicht.
Brenn, brenn!
Heute ist doch Feuertag ...
... und ich bin ungeduldig. Ungeduld ist auch unhandlich.


Schon viel zu oft habe ich mir die Finger verbrannt. Damals, und vor-damals, das weiss ich noch zu gut. Vergangene Gedankenteufel holen mich ein, dabei hatte ich sie schon längst ins Feuer geworfen und brennen gesehen. *Gopf*

Gebranntes Kind ... blablaaa ... oder zu wenig verbrannt. Das Verbrennen bringt Hitze und Hitze ist das erwünschte Ergebnis, der Erfolg. Sonst bräuchte ich nicht einzufeuern. Immer wieder neu brennen, die verbrannte Stelle eincremen - vielleicht haucht der Schatz sogar einen Kuss darauf - *träumen*darf*man* -, kurz innehalten, aber dann los! Fertig geträumt und neues Feuer entfacht. Hitze spüren. Brennen.


Heute ist Feuertag. 
An der verbrannten Stelle wächst höchst intelligent neue, frische Haut. 
Unverbraucht. 
Unschuldig. 
Vital. 
Kraftvoll.
Bereit.


Feuertag, danke, warst du da.

Wortfegers Feuertag



Dienstag, 28. Februar 2017

oh Häx, oh Häx: Das Geheimnis um Wortfegers Hexenbesen

Der Hexenbesen in meinem Wortfeger-Logo – warum eigentlich?
Einerseits, genau, ist «Feger» ein anderes Wort für «Besen». Unter anderem.

Heute ist der letzte Tag der draufgängerischen Fasnacht. In Siebnen im Kanton Schwyz (ja, da bin ich) verbrennen die Stockberghexen um 19:19 Uhr die Hexe, anschliessend tanzen und feiern sie mit Gästen ihren wilden Hexenball. Dann ist Schluss, fertig Fasnacht für fast ein Jahr. 

In unserer Region wird Fasnacht noch richtig traditionell gefeiert. Unglaublich viele verschiedene Hexen treiben ihren Schabernack an zahlreichen Umzügen, erschrecken und begeistern mit kunstvollen Masken. Mich erwischen sie normalerweise bereits am 6. Januar während des Einscheller-Umzugs. Hexen packen Frauen, schleppen sie mit, schnallen sie auf einen furchtbar wild drehenden Stuhl *speiübel* oder stecken sie in die Konfettibox. Alles schon selbst erlebt. Ich finde bis jetzt Papierschnipsel in meiner Handtasche. In dieser Hochburg der Hexen ist Wortfeger zu Hause, mitten in der March.

Gute Texte sind magisch, *fäget*total*. Sie ziehen hinein, reissen wie die Fasnachtshexe unwiderstehlich mit, erzählen locker und süffig, sind verständlich und doch inhaltsreich – sie sind eine optimale Mischung von Inhalt, Ton und Rhythmus, eben. Hexen sind Meisterinnen von guten Mischungen, sie verzaubern, brauen Tränke und mixen wirkungsvoll Kräuter. Da haut es dich glatt aus dem Fasnachtsgwändli. 

Wortfeger textet und optimiert magisch – dafür stehe ich morgens auf und brenne ich tagsüber. Dieses magische Bestreben ist mein inniger Wunsch. Der Hexenbesen im Logo ist für mich täglich Motivation, aus Vorlagen und Story-Ideen das Bestmögliche herauszukitzeln.


Allen Hexen – und auch den Teufeln und anderen Fasnächtlern – wünsche ich eine sanfte Landung im Alltag, und gute Erholung von den Fasnachtsturbulenzen. Haltet eure Besen warm und bleibt magisch. 

Eine von vielen Hexen der Schwyzer Fasnacht

Logo Wortfeger Media GmbH, Siebnen SZ



Dienstag, 21. Februar 2017

Digitale Nomaden und minimalistisches Leben - heja!

«Digitale Nomaden – bitte was?» Vor einem Jahr dachte ich genau das. Online und digital war meine erste Begegnung mit ihnen, wie könnte es anders sein. Digitale Nomaden sind unterwegs, sitzen in der Wärme Thailands oder auf Bali, während wir trotz Daunenjacke an den Po frieren. «Lääck Böby, was für äs Läbe!», dachte ich damals – und heute.

Digitale Nomaden sind also Menschen ohne festen Wohnsitz, klar, sagt ihre Bezeichnung ja schon. Das «Digitale» bezieht sich auf ihre Arbeitsweise. Sie brauchen meist nicht mehr als einen Laptop sowie ein Handy, vielleicht noch eine Kamera und ein externes Mikrofon. That’s it. Mit dieser Ausrüstung jetten sie durch die Welt, netzwerken auf allen Kontinenten und leben ortsunabhängig.

Meist sind digitale Nomaden höchst kreative Menschen, arbeiten als Grafiker, Webmaster, Autoren, Teacher und Unternehmer. Die weite Welt ist ihr Spielfeld – sprich: ihre Inspiration – und ihre Auftraggeber melden sich von fast überall.
Wahnsinn, was heute geht, oder?

Die meisten digitalen Nomaden sind stark verknüpft mit einem weiteren Trend: minimalistisch leben. Ein Leben auf dem Minimum. Besitztümer abstossen zugunsten der ultimativen Freiheit. Besitz bindet – das wissen wir schon eine Weile. Digitale Nomaden leben also meist mit einem Minimum an Besitz. Oft haben sie gerade so viel, wie sie (jederzeit!) in einen Koffer oder eine Reisetasche packen können.

Digitale Nomaden und ein Leben mit dem Minimum – in den letzten Wochen begegneten mir diese Trends vermehrt: Das Migros-Magazin berichtete letzte Woche von einer Kreuzfahrt für digitale Nomaden: Nomad Cruise. Eine junge Frau in den frühen Dreissigern sitzt auf dem Liegestuhl auf Deck, den Fahrtwind in den Haaren, den Laptop auf den Knien und zieht die Fäden ihres Schmuck-Onlineshops. «Lääck Böby, au nöd schlächt!»
Früher (so lange ist es nicht her, oder?) hiess es für ihre Generation: Baby machen und Familie umschöggelen. Hier geht’s zum Bericht des Migros-Magazins, mit ein paar spannenden Video-Interviews.

Einer der Gründer von Mediasign in Rapperswil, Cédric Waldburger, sprach gestern Abend an einem Netzwerk-Event über sein minimalistisches Leben. Was dank unserer digitalen Welt geht: Ich *Daheimhockerin* verfolgte sein Erzählen per Live-Übertragung auf Facebook. Cédric Waldburgers 64 Besitztümer – davon 62 in Schwarz – passen alle in sein Handgepäck. Im Schnitt ist er nur gerade 3 Tage plus wenige Stunden am gleichen Ort. Er jettet um die Welt und – das ist echt und *würkli*total*krass* – engagiert sich in 14 Geschäftsprojekten.

Mich fasziniert diese Lebensweise der digitalen Nomaden bis zum Kribbeln.
Fernweh? Ja!
Würde ich gerne so leben? Aber sicher!
Wäre es mein Leben? Nein …

Soeben schaue ich mich in meinem Büro um, das Wasser in meinem Aquarium plätschert sanft und ich habe einen Teekessel, der noch richtig pfeift! Meine Wurzeln fühlen sich im Schweizer Boden wohl, ich mag mein Umfeld so richtig und meine Holzbücher würden mir unendlich fehlen …


Eine digitale Nomadin bin ich nicht.
Eher bin ich wohl eine digitale Couchsurferin und Träumerin. Immerhin.

Der Bericht im Migros-Magazin über digitale Nomaden