Mittwoch, 14. Februar 2018

Gib mir Deine Daten! Oder: Was kommt auf uns zu?

Reguliert, gedrosselt und abgewürgt ... Facebook spielt wieder mit den Einstellungen und so sind noch wenige Prozente der Beiträge jeweils sichtbar. Noch härter trifft es die Facebookseiten. Die Sichtbarkeit ist bedenklich geworden. Für eine minimale Reichweite und für jedes Gefällt-mir will Facebook mittlerweile Geld. Sonst bleiben die Postings verschollen im riesigen Facebook-Geplapper ...

Okay, ich nehme Geld in die Hand und werbe. Erstmal muss der doch recht komplexe Werbemanager von Facebook durchschaut werden. Kein leichtes Unterfangen. Die Möglichkeiten sind riesig – auch die, Geld zum Fenster hinaus zu werfen. Beispielsweise an Expats: Das sind Menschen irgendwo in Asien, meist in Indien, die gezielt auf Werbeanzeigen reagieren. Die werden dafür bezahlt. Und doch verdient Facebook noch einen goldenen Social-Media-Thron an der bezahlten Werbung.
Den Facebookseiten bringen diese Expats selbstverständlich gar nichts. Die verstehen nicht mal, was Du für ein Geschäft führst und was Du der Facebookgesellschaft mitteilen möchtest. Hauptsache, das Geld landet auf dem Konto. Von Facebook und Expats.

Ab Mai 2018 wird es noch lustiger. Ab dann gilt die neue Datenschutzverordnung. Ja, ich bin auch für Datenschutz. Meine Daten gehören mir. Jedoch steht es jedem Menschen komplett frei, welche Daten er ins weltweite Netz speist. Jeder weiss heute, dass Fotos auf Facebook und Instagram sozusagen zum Allgemeingut werden. Copyrights interessieren im Internet kaum jemanden. Ausserdem wird mein Weg im Web aufgezeichnet, was ich einkaufe, lese, höre ... nur mein Singen unter der Dusche bleibt anonym. Hoffe ich zumindest. Also, was soll diese Verschärfung?

Als Unternehmerin spüre ich vor allem eines: Die neue Datenschutzverordnung verkompliziert die online Marketingmöglichkeiten enorm. Schon jetzt musste ich von Goolge (G Suite) diesbezüglich etwas mit «akzeptieren» markieren, das ich kaum verstand. Etwa 10 Seiten Datenschutzbestimmungen in juristischem Jargon, selbstverständlich. Wie bitte? Muss jetzt wirklich jede Bude, welche eine Webseite betreibt, einen Anwalt engagieren, um im Netz einigermassen handlungsfähig zu bleiben? Rutscht mir doch ... eben dort ...

Die Werbemöglichkeiten bei Facebook, Google und Co. werden dank dieser neuen Datenschutzverordnung ebenfalls sehr fraglich. Fast nichts ist mehr möglich. Facebook war eben gerade deswegen so stark, weil es die User kannte. Google ist ähnlich wissend. Wenn die beiden nun plötzlich blind werden, wird die geschaltete (und bezahlte!) Werbung zum Glücksspiel.

Na, dann zurück zu der guten alten Zeitung ... denkste. Nur wegen den Werbemöglichkeiten wandern die treuen Leser nicht auch zurück. Der Schwund bei der Leserschaft der Printmedien ist kein Geheimnis. Die Zeitungswerbung mag also für regional verankerte Unternehmen in Lokalzeitungen spannend sein – nicht aber für national oder gar international tätige Firmen. Wie zum Beispiel Wortfeger. Ja, unsere Publikationen sind im gesamten deutschsprachigen Raum erhältlich.

Liebe Leute, die Onlinewelt ist zweischneidig, schon klar. Vieles ist massgeschneidert, gerade dank gesammelten Daten. Die Menschen schreien förmlich nach Tempo, Individualität und bequemen Lösungen! Also, dann seid bitte auch bereit, den Preis dafür zu zahlen. Facebookprofile sind keine Pflicht, keine Pistole am Kopf zwingt zu online verbrachter Zeit und tatsächlich gibt es noch andere Handys als die Daten sammelnden Smartphones.


Ich bin echt gespannt, was für Möglichkeiten ab Mai Unternehmen bleiben wie Wortfeger. 
Deshalb posaune ich es hier nochmals hinaus. Da ist Wortfeger! Und wenn ihr die Postings auf Facebook wirklich regelmässig lesen möchtet, müsst ihr das explizit so einstellen. Gerne helfe ich dabei. Fragt mich doch über die Wortfeger-Facebookseite.

Wortfeger-Facebookseite: www.facebook.com/wortfeger

Spiritfeger-Facebookseite: www.facebook.com/spiritfeger.ch 

Facebookgruppe Bücher für Lebenserfolg & Wachstum - lesen, hören & empfehlen: www.facebook.com/groups/wertvoll.lesen

Die Umstellung von «Standardeinstellung» auf «Als Erstes anzeigen» hilft, dass Seitenpostings für Dich sichtbar bleiben. Bitte einstellen, falls Du die Wortfeger-News auf Facebook wünschst.





Freitag, 26. Januar 2018

Einatmen, ausatmen ... geniess es!

Ich habe sie gesehen, die Löcher in den Lungen.
Ich habe ihn gehört, wie er mühsam nach Luft rang.
Ich habe gesehen, wie schwer ihm jede Bewegung fiel.
Keine Luft für gar nix.

«Du entgehst meinem Schicksal, Tanja», sagte er in den letzten Tagen noch zu mir, und schaute mich gequält an. Mein Vater rang nach Luft.

Solche und ähnliche Erinnerungen geistern momentan durch meinen Kopf.
Mein Vater hatte seit der RS geraucht, viel geraucht, 2 bis 3 Päckli pro Tag, 40 bis 60 Zigaretten. Die langen 100er ... Er hat noch viel anderes ebenfalls sehr genossen in seinem Leben, er war ein Lebemann.

Während der Wohnungsräumung fand ich ein vergilbtes Zigarettenpäckchen, welches ich als Mädchen noch mit Warnungen beschriftet hatte. «Macht krank!» – «ungesund!» – «zu viel Gift» – «schlecht für die Lungen!» – «Macht, dass man schneller stirbt!»
Viele Jahre lang hatte ich ihn vor dem Rauchen gewarnt, bis ich selber mit dem Mist anfing. 18 lange Jahre hatte ich selbst intensiv geraucht, annähernd so viel wie er. Am 2. März 2008 zog ich an meiner letzten Zigarette. Nie wieder zündete ich eine an. Wie ein Obersüchtiger weiss ich, dass eine einzige Zigarette genügt, um mich wieder in diesen teuflischen Strudel zu ziehen. Auch jetzt noch, nach bald 10 Jahren.

Wie hatte ich aufgehört?
Gekämpft hatte ich, wie eine Verrückte:
- Medikamente vom Arzt,
- wiederholt hörte ich das Hörbuch «Endlich Nichtraucher» von Alan Carr, ich zog es in mich hinein, programmierte mein Suchtgehirn um, täglich, immer wieder,
- und ständig sagte ich mir: Wenn ich jetzt eine rauche, war der ganze Kampf bis hierher vergebens! Also zieh es jetzt durch, endgültig!


Der Kampf – das Gefühl, es fehle etwas – dauerte gut ein Jahr. 
Sorry, keine tolle Nachricht, aber eine ehrliche.
Weniger Suchtgefährdeten gelingt es vielleicht schneller und leichter.

Ich zog es durch. Nie wieder griff ich zur Zigarette. Das beschriftete Zigarettenpäckchen behalte ich.
Diese Lungen ... mein Leben lang werde ich diese Röntgenbilder meines Vaters nicht mehr vergessen.

Kein schöner Blogtext heute, ich weiss.
Doch wenn diese Worte wenigstens einen Raucher zum Nachdenken berühren, hat er sich gelohnt.
Dieser Text darf auch gerne geteilt und weitergeleitet werden.


In liebevoller Erinnerung an meinen Papi Paul Holzer, 8.11.1944-22.12.2017

Zigarettenpäckchen, welches ich als Mädchen für meinen Vater mit Warnungen
beschriftet hatte.

Mittwoch, 10. Januar 2018

Gedankenchaos und Misserfolg lieben einander heiss

Wie chaotisch ein Mensch ist, spielt für seinen Erfolg nur eine Nebenrolle. Viel wichtiger scheint mir zu sein: Wie konzentriert sind seine Gedanken?! Ob nun die Buchhaltung, der Schreibtisch oder das ganze Zuhause im Chaos versinken – wen kratzt's? Vielleicht den Partner, seltener die Kinder, die Katze eh nicht ...
Für die Buchhaltung gibt es fähige Leute, für's Aufräumen und Putzen auch. Dieses offensichtliche Chaos ist also absolut kein Hindernis für Lebenserfolg.

Ein anderes Chaos hingegen sehr: Das Durcheinander in unseren Köpfen verhindert zuverlässig Erfolg. Gedankenchaos und Misserfolg lieben einander heiss. Das eine scheint das andere aufzuheizen und umgekehrt. In alle Richtungen geht dieses Chaos im Kopf.

Wohin soll die Reise gehen, wenn keine geordnete Route in den Hirnwindungen bereit liegt oder sie sich ständig ändert? Wirre Gedanken zeigen sich in wirren Handlungen oder – noch schlimmer  lähmen komplett. Im Sinne: Wenn ich schon nicht weiss, wohin und wieso, dann bleib ich lieber stehen. Stehenbleiben ist jedoch Rückschritt. Dies lernen wir schon im kleinsten Erfolgs-1x1.

Der Mensch denkt dauernd. Wirklich ständig. Manchmal denke ich, ich denke noch mehr als ständig ... Es hört kaum jemals auf. Kein Thema wird ausgelassen. Alles reinziehen und zerdenken, in den Hirnwindungen hin und herschieben. Bis zu Kopfschmerzen. Muss das sein?

Wer seine Gedanken organisiert, bringt Ruhe in den Kopf und zielgerichtete Handlungen ins Leben.

«Tanja redet heute wieder einmal gescheit», mögen Sie denken, «so richtig philosophisch.»
1. Ja, ich liebe Philosophie.
2. Ich bin total inspiriert!
3. Das können alle.

Heute habe ich ein neues Hörbuch publiziert, an dem ich einige Wochen arbeitete. Als Taschenbuch gibt es die «5 Lehrgänge für Geisteskraft nach Parsifal Braun» schon eine ganze Weile. Jetzt hat Wortfeger alles vertont und all das Gescheite ist ab sofort leicht und einfach zu lauschen ... Ist im Fall gar nicht so kompliziert und hochgestochen, wie es klingt, sondern gut zu verstehen.

Die ständigen Gedanken sind eine Schwierigkeit, die es zu überwinden gilt. 
Sie gleichen einem ständigen Wellengang in uns,
der für Unruhe und Ablenkung sorgt. 
Die Gedanken verdunkeln oder trüben sozusagen
die Sicht in die Tiefe unserer Seele ...
(sinngemäss nach Parsifal Braun, Auszug aus dem TB/Hörbuch)

Gescheit, nicht wahr? Wissen Sie alles schon? Na gut ... Kennen Sie aber auch Techniken, wie Sie Ihre Gedankenkraft (geistige Energie) bündeln und konzentrieren? Wie Sie wirklich in die Tiefen der Seele blicken? Im Hörbuch oder Taschenbuch gibt es Übungen und noch viel mehr Inspiration.

Konkret:
Weiss ich jetzt, 
wie ich meine Konzentration trainiere,
wie ich meinen Geistführer finde,
Telepathie und Hellsehen übe,
mich für höhere Schwingungen öffne,
und ganz einfach glücklicher in Harmonie lebe.

Das ist doch was  oder eigentlich recht viel. Tun muss ich es immer noch selbst, leider. 
Doch habe ich jetzt richtig Lust darauf, meinen inneren Wellengang zu zähmen, ihn ruhig zu halten, wenn es mir dient. Oder ihn aufschäumen und toben zu lassen, wenn ich das Leben rocken möchte. Ich will das beherrschen.
Okay, ab und zu das äussere Chaos zu bändigen, kann auch nicht schaden. Ich gehe mal aufräumen, dreckige Wäsche ist auch noch da ... bis bald!



PS: Das Taschenbuch gibt es überall im Online-Buchhandel. Das Hörbuch ist so frisch, dass es noch ein paar Tage braucht, bis es in den Shops sichtbar wird. Sonst einfach mit dem obigen Link direkt bei Wortfeger bestellen, danke!

Das neue Hörbuch von Wortfeger:
5 Lehrgänge für Geisteskraft nach Parsifal Braun,
von Tanja Alexa Holzer



Mittwoch, 3. Januar 2018

Ach, Du heilige Zeit ...

Weihnachten, eine heilige Zeit?

Still ist es um mich geworden. Wenige Postings, Fotos und schon gar keinen Blogpost gab es von mir in den letzten Wochen. Was gegen aussen so in sich gekehrt wirkte, war im Grunde echt heftig.

Am 22. Dezember musste ich einen meiner liebsten Menschen gehen lassen, meinen Vater. 
Das natürlichste der Welt, klar. Tod und Leben gehören untrennbar zusammen.
Ist es dann tatsächlich so weit, hilft alle Weisheit und alles Wissen nichts.
Der Abschied tut unendlich weh.

Der Schmerz drehte mich durch die Mangel, er schüttelte mich richtig durch.
Doch bin ich unendlich dankbar für diesen Schmerz. Er heilte in mir und in der Beziehung zu meinem Vater sehr viel. Als ich das letzte Mal seine Hand hielt, wussten wir beide: Es ist alles gut, alles ist heil.
Er darf endlich gehen, relativ zügig und schmerzlos. 
Was für ein Segen.

Heil. Ganz. Nichts anderes also als: heilig.
Weihnachten erhielt dieses Jahr für mich eine neue Prägung, eine heile.

Mein Gottimaitli – sie ist 7 Jahre alt und Enkelin meines Vaters – sagte nach der Beerdigung ganz erstaunt zu mir: «Du, Gotti, ich wusste nicht, dass Opi wirklich in die Erde geht. Wird er jetzt auch Erde?»
«Ja, Liebes, Opi wird auch Erde, und ein paar Blümchen und Gräser ebenfalls.»
Daraufhin lächelte sie.

Vor allem aber ist er nun frei.
Und irgendwie auch immer bei mir.
Denn ich bin schlussendlich ein Teil von ihm.

Das bleibt, so lange ich lebe.





Sonntag, 10. Dezember 2017

#MomentOfMyLife

Nassgeschwitzt trat ich hinaus in die Nacht und dachte nur: wow!
Das war einer davon, das war einer DER Momente meines Lebens!


Freitagnacht in Lausanne im Les Docks, ja, das war ein echter #MomentOfMyLife.
Seit vielen Jahren schreibe ich eine Liste mit Dingen, die ich noch erleben will. (Tipp: Do it!)
Dieser Freitagabend stand schon sehr lange darauf.

Wie oft hatte ich mir ausgemalt, wie es sein würde:
OMD betritt die Bühne, die ersten Elektroklänge pulsieren durch die Luft ... ich würde bestimmt weinen, tanzen auf jeden Fall! Und schweben.

Am Freitagabend um halb zehn war es wirklich so weit. Doch der Moment war noch viel heftiger, als ich es hätte ausmalen können. Ich vibrierte durch das Konzert. Alles perfekt und noch mehr als das.

DAS ist Leben.
Wahnsinn, was es alles brauchte, um jetzt genau hier zu sein.
Lauschen.
Vibrieren.
Sein.


#MomentsOfMyLife - Was braucht es für sie?
Sie zu träumen.
Die Entscheidung, sie bewusst zu realisieren.
Bereitschaft, in sie zu fallen.
Mit aller Hingabe.

Welches war Dein letzter #MomentOfYourLife?
Ziehe ihn in Dein Leben. Geniesse ihn. Blühe in ihm auf. Enjoy!

OMD ist übrigens die britische Band Orchestral Manoeuvres in the Dark, gegründet 1978, mit dem wohl genialsten Synthie-Pop überhaupt.
WIKIPEDIA-Link

OMD live im Les Docks, Lausanne, 8. Dezember 2017


Hier zum Reinhören auf YouTube: